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10 Jahre Produkthaftungsgesetz

"Produktqualität ist das Ergebnis der Organistionsqualität"

Seit dem Inkrafttreten des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG - Gesetz über die Haftung für fehlerhafte Produkte) am 01.01.1990 hat jeder Hersteller auf der Grundlage der verschuldensunabhängigen Haftung eine verschärfte Haftungssituation für seine Lieferungen und Leistungen zu tragen.

 

In einer Herstellerkette haften die Hersteller von Endprodukten, Teilprodukten und Grundstoffen gesamtschuldnerisch.

 

Nach dem neuen Gesetz gilt ein Produkt als fehlerhaft, wenn es nicht die Sicherheit bietet, die vom durchschnittlichen Benutzer erwartet werden kann.

 

Die Entlastungsmöglichkeiten nach demProdukthaftungsgesetz sind sehr beschränkt, jeder Hersteller hat nachweislich Sorge zu tragen, dass mögliche Fehlerquellen seiner Produkte durch vorbeugende Maßnahmen vermieden werden und die Inhalte gültiger Normen sorgfältig beachtet werden.

 

Bei der betrieblichen Umsetzung zur Verminderung der Produkthaftungsrisiken stellt dies zwangsläufig höhere Anforderungen an die Qualitätssicherung durch lückenlose Dokumentation und Langzeitarchivierung der relevanten Unterlagen.

 

Um die hieraus resultierenden Forderungen der Kunden und der Gesetzgebung zu erfüllen kommen Qualitätssicherungsysteme zum Einsatz.

 

Zusätzlich haben der verschärfte Konkurrenzdruck und Preiswettbewerb dazu geführt, dass Qualität zum Wettbewerbsfaktor geworden ist.

 

Viele Auftraggeber und Auftragnehmer haben eingesehen, dass ein Bestehen im Markt ohne ein umfassendes Qualitätsmanagement zukünftig nicht mehr garantiert ist, sodass ohne zertifizierte Qualitätssicherungssysteme in der Zuliefererbranche oder bei öffentlichen Ausschreibungen in Europa bald nichts mehr geht.

 

Die Normen mit der Bezeichnung ISO (International Standard Organisation) charakterisieren, dass die Normenreihen nicht nur national in Deutschland, sondern weltweit in über 40 Ländern anerkannt und als verbindlich eingeführt wurde.

 

Internationale Normengremien schafften 1987 erstmals Normenserien, die heute als branchenneutraler Standard für Qualitätssicherungssysteme gelten und die Referenznummern 9000 bis 9004 tragen.

 

Diese Normen, deren Vorarbeiten bis in die frühen Siebzigerjahre zurückreichen bieten ein lückenloses Modell des Qualitätsmanagements:

 

-DIN ISO 9000 ist ein Leitfaden zur Auswahl der Nachweisstufen zur Anwendung der Normen und zum Erlernen des Qualtätsicherungssystems.

 

-DIN ISO 9001 ist ein Modell zur Darlegung der Qualitätssicherung für Forschung und Entwicklung, Produktion, Montage und Kundendienst.

 

-DIN ISO 9002 ist ein Modell zur Darlegung der Qualitätssicherung für Produktion Montage und Kundendienst.