Vorschrift Anfangs- und Endkonstruktionen

Vorschrift Anfangs- und Endkonstruktionen

(1)

Anfangs- und Endkonstruktion und nachfolgende Schutzeinrichtungen sind funktionsgerecht so miteinander zu verbinden, dass sich die Funktionseigenschaften (u.a. Zugbandwirkung der Schutzeinrichtung, passive Sicherheit der Anfangs- und Endkonstruktion, Kraftübertragung) wechselseitig nicht negativ beeinflussen. Die Funktionseigenschaften der so angeschlossenen Systeme sind, von der Anfangs- und Endkonstruktion ausgehend, vom Hersteller der Anfangs- und Endkonstruktion nachzuweisen.

 

(2)

Das Leistungsvermögen von Anfangs- und Endkonstruktionen wird gemäß der DIN EN 1317 – 4 nach den Kriterien

  • Leistungsklasse,
  • Klasse des Fahrzeuges-Abprallbereiches,
  • Klasse der dauerhaften seitlichen Auslenkung,
  • Anprallheftigkeitsstufe

unterschieden.

 

(3)

Die Anforderungen an die Leistungsklassen von Anfangs- und Endkonstruktionen ergeben sich aus der Tabelle 2.

 

(4)

Die Klasse des Fahrzeug-Abprallbereiches (Mindestanforderung Klasse Z4) und die Klasse des dauerhaften seitlichen Auslenkung (Mindestanforderung Klasse X3 und Y4) sind aufgrund der örtlichen Situation festzulegen. Die Klasse der dauerhaften seitlichen Auslenkung ist so zu wählen, dass die deformierte Anfangs- und Endkonstruktion maximal bis zum inneren Rand der Markierung (Zeichen 295 StVO) reicht.

 

(5)

Die Anprallheftigkeitsstufe A stellt für die Insassen eines von der Fahrbahn abkommenden Fahrzeuges eine geringere Belastung dar als die Anprallheftigkeitsstufe B. Sie soll bei vergleichbaren Umständen bevorzugt eingesetzt werden.

 

(6)

Im Weiteren werden Anfangs- und Endkonstruktionen in den Bildern vereinheitliche als AEK bezeichnet.